MEDIEN-KOMPETENZ

Medienkompetenz: Ein Schlüssel für junge Menschen in der digitalen Welt


Kinder und Jugendliche wachsen heute mit einer Vielzahl digitaler Medien auf, die ihren Alltag prägen und oft als selbstverständlich wahrgenommen werden. Ob Smartphones, Computerspiele, Fernsehen oder soziale Netzwerke – Medien sind fester Bestandteil der Jugendkultur. Sie beeinflussen Einstellungen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen. Deshalb ist es eine zentrale erzieherische Aufgabe, jungen Menschen den sicheren, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu vermitteln – kurz: Medienkompetenz.


Was ist Medienkompetenz?


Medienkompetenz bedeutet, Medien selbstbestimmt, kreativ, kritisch und sozial verantwortlich nutzen zu können. Sie umfasst nicht nur technisches Wissen, sondern auch die Fähigkeit zur Reflexion und zum aktiven Gestalten von Medieninhalten. Wichtige Teilaspekte sind:



Umgang mit Medien: Chancen und Risiken der digitalen Welt


Das Internet bietet enorme Möglichkeiten zur Information, Unterhaltung und Kreativität. Doch es ist zugleich ein Ort, an dem Kinder mit Risiken wie extremistischen Inhalten, Pornografie, Drogenangeboten oder illegalen Geschäften konfrontiert werden können – auch wenn solche Inhalte nur einen kleinen Teil des Netzes ausmachen.


Dazu kommen spezifische Gefahren wie Cybergrooming, Cybermobbing, Phishing, Sextortion oder Ransomware. Besonders in sozialen Netzwerken verbreiten sich Desinformation, Hate Speech, Extremismus und Deepfakes rasch. Junge Menschen brauchen daher Orientierung und Begleitung, um sich in dieser komplexen digitalen Welt zurechtzufinden.


Vielfältige Freizeitgestaltung schafft Balance


Wenn digitale Medien zur ausschließlichen Freizeitbeschäftigung werden – Gamen, Chatten, Streamen oder Surfen – können reale soziale Kontakte und körperliche Aktivität leiden. Isolation, verzerrte Realitätswahrnehmung oder emotionale Abstumpfung sind mögliche Folgen.


Eltern und Erziehende sollten deshalb gemeinsam mit Kindern über Medieninhalte sprechen – etwas bei der Darstellung von Gewalt, stereotypen Rollenbildern oder Kriegsereignissen – und gewaltfreie Alternativen sowie realistische Maßstäbe aufzeigen. Eine ausgewogene Freizeitgestaltung mit Bewegung, kreativen Hobbys und analogen Erlebnissen bleibt entscheidend für die Entwicklung.


Mediennutzung: Risiken und Auswirkungen erkennen


Unkontrollierter oder übermäßiger Medienkonsum kann schwerwiegende Folgen haben:



Deshalb ist Aufklärung über Risiken genauso wichtig wie technische Schutzmaßnahmen.


Tipps für Eltern und Erzieher zur Förderung der Medienkompetenz


 

Für Eltern



Informationsangebote für Eltern



Internetseiten der Polizei



Suchmaschinen und Infoportale für Kinder



Für Jugendliche



Für Lehrkräfte



Informationsangebote für Lehrkräfte



Gefahren im Internet und in sozialen Medien


Das Internet bringt eine Vielzahl spezifischer Gefahren mit sich, darunter:



Das Phänomen gefährlicher Online-Challenges gewinnt zunehmend an Bedeutung – mit realen Konsequenzen.


Safer Internet Day


Der Safer Internet Day (SID) ist ein weltweiter Aktionstag, der das Bewusstsein für die sichere und verantwortungsvolle Nutzung des Internets stärkt und die Förderung von Medienkompetenz zum Ziel hat. Er findet jährlich am zweiten Dienstag im Februar statt und steht unter dem internationalen Motto „Together for a better internet“ (Gemeinsam für ein besseres Internet).


#SID26 „KI and me. In künstlicher Beziehung.“


Unter dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung.“ beleuchtet die EU-Initiative klicksafe am Safer Internet Day (10. Februar 2026) das Verhältnis von Jugendlichen zu KI-Bots und Companion-Apps. Wie dringlich dieses Thema ist, zeigen die Ergebnisse der JIM-Studie 2025: Allein ChatGPT wird bereits von 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren genutzt.


KI-gestützte Systeme übernehmen dabei immer häufiger Rollen als virtuelle Freunde, Lernbegleiter oder sogar Partner. Durch ihre ständige Verfügbarkeit simulieren sie eine Nähe, die zu parasozialen Beziehungen führen kann – einseitigen Bindungen zu digitalen Systemen, die Vertrautheit lediglich vortäuschen.


Der weltweite Aktionstag soll jungen Menschen helfen, einen kritischen Umgang mit generativer KI zu entwickeln. Im Fokus der Aufklärung stehen dabei insbesondere:



Ziel ist es, Medienkompetenz jung er Menschen so zu stärken, sodass sie den Nutzen von KI-Bots erkennen, aber auch verstehen, was eine echte menschliche Bindung ausmacht und was sie von einer simulierten Beziehung unterscheidet.


 

Über klicksafe


Die Initiative klicksafe koordiniert den SID in Deutschland und ruft Schulen, Unternehmen, Vereine und Behörden dazu auf, eigene Aktionen zu starten. Diese können erstmals den ganzen Februar über durchgeführt werden. Weitere Infos und Materialien gibt es unter: klicksafe.de.


Auch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes beteiligt sich regelmäßig mit Beiträgen.

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